Die Gemeinde Krombach wird keine Stellungnahme abgeben zur Änderung des Regionalplans Bayerischer Untermain, die sich auf die mögliche Errichtung von Windrädern bezieht. Diesen einstimmigen Beschluss fasste der Gemeinderat am Dienstagabend.
Ausschlaggebend war die Information von Bürgermeister Peter Seitz (UB), dass die nächsten Gebiete, in denen unter Umständen Windräder errichtet werden könnten, mindestens fünf Kilometer entfernt seien: »Es sind somit keine Auswirkungen auf das Gemeindegebiet zu erwarten«, sagte er. Voraus ging eine Präsentation über die Flächen, die für Windräder in Stadt und Landkreis Aschaffenburg sowie im Landkreis Miltenberg - sie umfassen den 1973 gegründeten Regionalen Planungsverband Bayerischer Untermain - geeignet sein könnten.
Ein wichtiges Kriterium sei die Windhöffigkeit, die vor allem im Landkreis Miltenberg als gut zu bezeichnen sei. Der Hauptgrund dafür sei die Topografie mit im Vergleich zur hiesigen Region flacheren Bereichen. Basierend auf den Abstandsregelungen zur Wohnbebauung blieben im Kahlgrund nicht sehr viele Möglichkeiten übrig. Von Krombach aus sichtbar wäre ein Bereich bei Eichenberg/Sailauf. Bei einzelnen Windkraftprojekten gibt es Vorbehalte in den Gemeinden, weil sich dort Trinkwasser-Quellen befinden.
Seitz ging außerdem auf das »Umspannwerk (UW) Krombach « ein, das ebenfalls in diesem neuen Plan auftauche. Die Rede sei von einem UW mit einer 110 kV-Anbindung an das UW bei den Weyberhöfen (Sailauf). Diese Leitung könnte laut Planungsverband rund 13 Kilometer lang sein und 2028/2029 für rund 51 Millionen Euro gebaut werden. Genauere Informationen habe er nicht, es gebe noch keine direkten Gespräche. Seiner Meinung nach könne es sich aber nur um einen allgemeinen Platzhalter für ein freilich notwendiges UW im Kahlgrund handeln, denn dafür brauche es eine ebene Fläche mit rund 12.000 Quadratmetern und diese müsse erst einmal gefunden werden.
mst